Du darfst nicht vergessen zu essen!

Beiträge mit Schlagwort ‘Tofu’

Nudeldienstag: Blumenkohl-Carbonara

Blumenkohl-Carbonara

 

Dieses Rezept ist eine Idee, die anscheinend noch nie jemand so richtig hatte. Jedenfalls habe ich im ganzen googleindizierten Internet nichts richtig vergleichbares gefunden. Dabei passt Blumenkohl eigentlich sehr gut zusammen mit Räuchertofu bzw. seinen Vorbildern Schinken oder Speck und natürlich auch mit käsigen Cremesoßen. Denn so kennt man ja auch die italienische Carbonarasoße: Käse, Speck und Eier. Ich wollte aber gerne eine Pastasoße mit Gemüse, einerseits, weil ich den Blumenkohl loswerden wollte, der im Kühlschrank lag, andererseits, weil ich nicht ausschließlich Fett und Kohlenhydrate essen wollte.

Naja, dann habe ich mich eben mal selbst daran versucht. Da ich Blumenkohl verwende, der teilweise püriert wird, lasse ich die Eier aber weg, denn die sind im Original wahrscheinlich hauptsächlich für die Sämigkeit der Soße drinnen. Ansonsten ist alles sehr einfach: Mehlschwitze mit Milch oder Sahne, Käse und gebratener Räuchertofu dazu.

Zutaten

für 4 Portionen

  • 1 Blumenkohl
  • 2 EL Mehl
  • 1 EL Butter und 1 EL Öl
  • ca. 250-300 ml Milch, wer es etwas gehaltvoller mag, ersetzt einen Teil durch süße Sahne
  • 1 Packung Räuchertofu, etwa 200 g
  • Käse, soviel man will, gewürfelt oder gerieben – Parmesan, Pecorino oder auch einfach Gouda oder Emmentaler, das Rezept hat sowieso nicht den Anspruch originalgetreu zu sein
  • Salz, und wer hat, etwas Räuchersalz
  • Pfeffer

 

 

Zubereitung

  1. Blumenkohl in sehr kleine Röschen teilen und fast gar kochen.
  2. Einige kleine Röschen herausholen und den Rest des Blumenkohls fein pürieren, eventuell etwas Milch zugeben, falls zu trocken.
  3. Eine Mehlschwitze machen: Butter, Öl und Mehl zusammen hell anrösten und mit Milch und/oder Sahne aufgießen, dabei immer gut mit dem Schneebesen rühren.
  4. Den Käse in die Soße geben und köchelnd einige Minuten schmelzen lassen.
  5. Jetzt den pürierten Blumenkohl und die zurückbehaltenen Blumenkohlröschen hineinrühren und noch mal erhitzen.
  6. Währenddessen den Räuchertofu würfeln und knusprig anbraten. Zuletzt in die Soße rühren und alles mit Salz und Pfeffer und, wer hat, mit Räuchersalz abschmecken.

 

Neue Pizzavariationen: Hokkaido-Kürbis und Brokkoli

Hach, hab ich lang nichts übers Essen gepostet – ich taste mich mal mit etwas Einfachem wieder heran: ein paar neue Variationen aufgemotzter Tiefkühlpizza. Manchmal braucht man auch mal was schnelles. Beide Versionen basieren auf gekaufter Pizza Margherita, die kurz vor Ende der Backzeit mit einem Spezialbelag veredelt wird.

Im Moment gibt es ja gerade wieder massenweise Hokkaido-Kürbisse günstig. Einfach in dünne Spalten schneiden, auf eine fast fertiggebackene Pizza legen und mit etwas Knoblauch bestreuen – ich habe pulverisierten genommen. Zuletzt noch etwas Öl aufträufeln oder aufpinseln und fertigbacken für etwa 5 bis 10 Minuten.

Und kürzlich war bei uns Brokkoli reduziert, da hab ich gleich zwei genommen und wusste dann nicht so recht wohin damit. Meine Flavor Bible schreibt, dass Zitrone und Knoblauch dazu passt. Aber auch Bacon. Hm, sowas haben wir nicht da, aber Räuchertofu!

Also fix den Brokkoli in ganz kleine Röschen geteilt und mit feingewürfeltem Knoblauch und Salz kurz angedünstet und mit Zitronensaft abgelöscht. Etwas Zucker würzt gut. Räuchertofu in kleine Würfel schneiden. Dann den angegarten Brokkoli und die Räuchertofuwürfel auf der fast fertiggebackenen Pizza verteilen und fertigbacken bis der Brokkoli knusprige braune Stellen hat. 10 Minuten vielleicht?

Brokkoli-Honig-Tofu mit Reis

Ich hab ja lang nichts mehr geschrieben… dafür gibt es heute ein besonders leckeres Rezept mit Brokkoli, und das kann man echt gebrauchen, in Zeiten (es nennt sich wohl „Saison“), in denen es dauernd Brokkoli für wenige Cent im Angebot gibt. Irgendwann weiß man ja nicht mehr so recht, was man damit machen soll. Das hier werde ich sicher demnächst nochmal machen.

Das Rezept war ursprünglich für Hühnchen gedacht, das habe ich durch Tofu ersetzt, was sehr gut passt, wie wir finden. Die Eiweißsstücke (hier Tofu, da Huhn) werden zum Braten mit Stärke bestreut, das habe ich so noch nicht probiert gehabt, ist aber sehr gut, weil der Tofu dadurch gut braun und knusprig wird und gleichzeitig die Soße etwas angedickt wird.

Beim Essen habe ich mir gedacht, dass geröstete Mandeln bestimmt auch in irgendeiner Form gut dazu passen würden, sie könnten dann den Sesam sogar ganz ersetzen. Mandeln passen ja eh sehr gut zu Brokkoli.

Übrigens Achtung, man sollte etwas Vorlaufzeit einplanen, denn der Tofu soll mariniert werden.

Zutaten

für 4 Portionen

  • 1 Tasse Reis (ungekocht)
  • 200 g Tofu, gewürfelt
  • 2 TL Sambal Oelek, oder entsprechende Menge scharfe Soße oder Chilipulver (irgendetwas rotes scharfes eben)
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL frischen Ingwer, gerieben oder gewürfelt
  • 3 EL Öl
  • 2 EL Speisestärke
  • 500-800 g Brokkoli, in mundgerechte Röschen geteilt
  • 2-3 Knoblauchzehe(n)
  • 150 ml Gemüsebrühe oder 2 TL meiner Gemüsebrühpaste mit entprechend Wasser
  • 2 EL Honig
  • 3 EL Sesam
  • Salz und Pfeffer, nach Geschmack

Zubereitung

  1. Den Tofu mit dem scharfen Zeug (Sambal oder Chili oder meine selbstgemachte scharfe Soße), Sojasauce und Ingwer vermischen und eine Weile, am besten über Nacht, stehen und marinieren lassen.
  2. Währenddessen den Reis nach Packungsanweisung kochen, den gibt es nachher als Beilage.
  3. 2 El Öl in einer Pfanne heißmachen und die Tofuwürfel hineingeben. Mit der Stärke bestreuen und so anbraten – das gibt eine interessante Kruste. Aber immer schön rühren, sonst legt es schnell an, wegen der Stärke. Tofu nach dem Braten wieder aus der Pfanne nehmen – ich lege ihn wieder in die Schüssel mit der Marinade aus dem ersten Schritt.
  4. Knoblauch fein würfeln oder pressen, zusammen mit dem Brokkoli in der selben Pfanne wie für den Tofu benutzt wurde (eventuellen Bratensatz drinlassen), andünsten. Gemüsebrühpaste oder Brühe dazugießen und etwas mit Salz abschmecken. Jetzt Deckel drauf und noch 5 Minuten garen lassen.
  5. Jetzt Honig und Sesam zum Brokkoli geben und bald auch den gebratenen Tofu vorsichtig unterrühen. Mit dem gekochten Reis servieren.

Brokkoli-Nudelsalat

Edit: Haben den Salat inzwischen auch mit gerösteten Mandeln statt Sonnenblumenkernen gemacht. Auch den Räuchertofu haben wir schon mit vegetarischen Würstchen ersetzt und die Nudeln komplett weggelassen.

—-

Das war ja mal ein leckerer Salat! Nicht ganz alltäglich, aber alles passte wirklich sehr gut zusammen. Auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Das Rezept habe ich mir bei einem beliebten amerikanischen Rezept für Brokkolisalat abgeguckt und neben der Zugabe der Nudeln noch ein bisschen abgewandelt. Zum Beispiel waren keine Rosinen im Haus, die müssen aber nicht unbedingt sein, finde ich; ich könnte mir aber auch ganz gut Cranberries oder Apfelwürfel vorstellen, wenn man die da hat. Statt der Mandeln habe ich Sonnenblumenkerne genommen, waren gerade im Schrank und passen auch gut. Natürlich ist auch kein Bacon dran, sondern gebratener Räuchertofu.

Im Nachhinein würde ich den Brokkoli vielleicht nicht wieder roh in den Salat geben sondern vorher blanchieren oder im Dampfeinsatz knackig angaren; ich finde Brokkoli ist nicht unbedingt so gut als Rohkost geeignet (wegen Geschmack und auch auch wegen der Verdauung).

Zutaten

für 6 große Portionen

  • etwa 1 Tasse Mayonnaise (kleines Glas oder etwa 300 ml wenn selbstgemacht)
  • 4-5 EL Zucker
  • 3-4 EL Essig
  • 4-5 EL Rosinen/Sultaninen oder Cranberries
  • 1/2 bis ganze Zwiebel
  • 100g Sonnenblumenkerne oder Mandeln
  • 1 Packung Spiralnudeln oder Gabelspaghetti (500g)
  • 500g frischen Brokkoli (oder vorher blanchieren)
  • 250g Räucher-Tofu oder vegetarische Wiener

Zubereitung

  1. Nudeln kochen und abkühlen lassen.
  2. Währenddessen die Sonnenblumenkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten.
  3. Als nächstes die Sonnenblumenkerne wieder aus der Pfanne nehmen und darin den geräucherten, in 1cm große Würfel geschnittenen Tofu knusprig anbraten (bei Würstchen diese nicht braten, sondern nur in Scheiben schneiden).
  4. Brokkoli in mundgerechte Röschen schneiden – wer mag, blanchiert ihn in etwas Wasser oder Wasserdampf
  5. Für das Dressing die Zwiebel fein würfeln und mit Mayonnaise, Zucker und Essig verrühren.
  6. Jetzt Brokkoliröschen, abgekühle Nudeln, Tofuwürfel (oder Würstchenscheiben) und Sonnenblumenkerne mit dem Dressing vermischen und mit Salz nachwürzen wenn nötig.
  7. 1 bis 2 Stunden (oder über nacht) ziehen lassen. Eventuell muss dann nochmal nachgewürzt werden.

Lauchkuchen

Eigentlich ist das das gleiche Rezept wie kürzlich die Lauchpizza, aber diesmal ist es ein Kuchen in der Springform, das ist dann schon ein bisschen anders. Außerdem hatte ich damals das Rezept nicht gepostet, und das ist wirklich gut und zudem supereinfach. Quelle muss ich diesmal auch keine angeben, das ist ein eigenes Rezept :).

Zutaten

Belag:

  • 750g – 1 kg Lauchstangen
  • Öl zum Braten
  • 1 Becher Schmand (200g)
  • etwas Wein, weißer sieht besser aus, aber roter geht auch
  • etwas Essig, ich nehme weißen Balsamico
  • Zucker
  • Salz
  • optional: puren Tofu oder Räuchertofu, gewürfelt
  • optional: Rauchsalz (ich nehme das von der Norma, aber zur Verfeinerung ist auch das schicke teure dänische echt geräucherte Salz gut)
  • optional: geriebenen Käse zum Überbacken

Teig:

  • Pizzateig (Hefeteig) wie gewohnt zubereiten – braucht jemand da noch ein Rezept?
  • oder einen gekauften Filoteig, oder Strudelteig, oder irgendeinen anderen Teig, den es gerade mit Rotpreis im lokalen Supermarkt gab (ich bin da nicht so, jeder nicht süße Teig geht, auch Blätterteig).

Zubereitung:

  1. Lauch waschen – längs Aufschlitzen macht es einfacher, den eingewachsenen Sand und Dreck rauszuspülen, der sonst immer so zwischen den Zähnen knirscht – dann in Ringe schneiden. Das nicht ganz so hellgrüne darf bei uns auch mit rein, wir sind da nicht so elegant. Ich reiße/schneide nur gammelige und ausgetrocknete Spitzen und Schalen ab.
  2. Lauch in Öl kurz anbraten, bis er zusammenfällt, dann Schmand einrühren und mit Salz (wer hat Rauchsalz), Essig, Wein, Zucker abschmecken.
  3. Wer Räuchertofu hat, wirft in jetzt in Würfeln hinzu und rührt nochmal durch. Wer stattdessen normalen Tofu nehmen möchte, würfelt den und gibt eswas Sojasoße dran und brät ihn knusprig an, mit ordentlich Fett, wie Apfel mir gerade über die Schulter zuruft.
  4. Jetzt den Teig in die Backform (oder auf dem Blech verteilen/ausrollen) und die fertige Füllung drauf verteilen.
  5. Zuletzt kann man noch geriebenen Käse drüberstreuen – das haben wir auf dem oberen Bild auch gemacht; dann kommt er in den Ofen. Bei uns braucht er bei 180 Grad bei Umluft etwa 20-30 Minuten.

Pfannengerührter Rot- und Weißkohl mit Walnüssen

Unsere drei Leser haben entschieden und deshalb folgt heute das erste Rezept!

Pfannengerührter Rot- und Weißkohl mit Walnüssen (aus „Cook’s Bible Vegetarisch – Frisch aus dem Garten“ ohne Autor, Parragon Books)

für 4 großzügige Portionen (Nudeln oder sowas braucht man dann nicht mehr dazu, das macht auch alleine satt)

Zutaten

  • 500 g Weißkohl
  • 500g Rotkohl
  • 5 EL Öl zum Braten (bei uns Sonnenblume, im Originalrezept Erdnuss- und Walnussöl)
  • Knoblauchzehen, in feinen Scheiben
  • 2-3 Stangen Lauch (oder wie im Originalrezept 8 Frühlingszwiebeln) – in ca. 10cm lange Stücke geschnitten (bei Lauch auch nochmal längs in Streifen schneiden)
  • 400g Tofu, gewürfelt
  • 4 EL Zitronensaft
  • 4 EL Senf
  • 100g Walnüsse, halbiert
  • Salz, Pfeffer, Zucker zum Abschmecken

Zubereitung:

  1. Beide Kohle in dünne Streifen schneiden oder hobeln.
  2. Öl in großer Pfanne oder Wok (wir mussten zwei Pfannen nehmen, war recht viel) erhitzen, nach und nach Kohl, dann etwas später Lauch, dann Tofu, und zuletzt Knoblauch dazugeben. Insgesamt etwa 5 Minuten „pfannenrühren“.
  3. Senf, Walnüsse, und Zitronensaft einrühren, mit Salz, Pfeffer und etwa 1 EL Zucker würzen.
  4. Nochmal 5 Minuten garen bis der Kohl durch ist; heiß servieren.

Lauchpizza

Nach meinem eigenen Rezept, Zwiebelkuchen-Art mit Schmand und knusprigen Tofuwürfeln.

Schlagwörter-Wolke