Du darfst nicht vergessen zu essen!

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Waldmeistersirup

Kürzlich habe ich mich am Waldmeistersirup versucht, als Basis habe ich dieses Rezept vom Chefkoch genommen, aber natürlich wie immer ein wenig geändert; nachdem mindestens einer der Kommentatoren Probleme mit schimmelnden Zitronenscheiben hatte beim mehrtägigen Ziehenlassen des Sirups, habe ich mich entschlossen, lieber auf Nummer sicher zu gehen und stattdessen Industriesch…, äh Zitronensäure zu nehmen. Ein weiterer Kommantator hat das auch erfolgreich so gemacht und auch gleich die passende Menge für 3L Wasser (40g) angegeben, die ich dann nur noch auf 2L umrechnen musste.

Man kann im Frühling übrigens auch Waldmeister im Blumentöpfchen im Supermarkt kaufen, falls man selber keinen sammeln kann. Da kommt auch meiner her. Ich hab jetzt noch die abgegraste Pflanze und sie hat lauter kleine Ausläufer, ich wette man könnte die auch in den Garten oder auf den Balkon pflanzen, um dann jedes Jahr dort zu ernten. Waldmeister ist auf jedenfall mehrjährig.

Übrigens: wenn man etwas mehr Waldmeister hat, kann man ihn auch trocknen oder einfrieren und dann im Sommer, Herbst oder Winter, wenn einem der Sirup ausgegangen ist, neuen nachkochen! Ich hab mal welchen eingefroren.

So sieht er übrigens aus; Vorbereitung zum Anwelken lassen

Wie man vielleicht ganz oben sieht, wird der Sirup gar nicht grün. Das gehört so, die Götterspeise ist anscheinend eine riesengroße bunte Kinderlüge (wann vergibt hier Foodwatch mal den goldenen Windbeutel?). Zum Abfüllen empfehle ich deshalb grüne Glasflaschen (zum Beispiel vom Zitronensaft), um ein bisschen das grüne Feeling aus dem künstlichen Waldmeistersirup und der Götterspeise aus dem Laden, wie man aus der Kindheit kennt, herüberzuretten, ohne den Sirup mit Lebensmittelfarbe zu verunstalten, wie einige Chefkoch-Nachkocher es gemacht haben. Das ist nicht nur irgendwie komisch, sondern sieht auf den Bildern auch gar nicht schön grün wie das Vorbild, sondern  eher bläulich abstoßend aus, finde ich.

Zutaten

  • 2 Liter Wasser
  • 1300 g Zucker
  • 27g Zitronensäure (oder 4 unbehandelte Zitronen, diese dann vor der Verarbeitung mit heißem Wasser abwaschen und trockenreiben, dann in Scheiben schneiden)
  • 1 Bund Waldmeister von ca 30g oder 15-20 Stengel – die oberen drei bis vier Blattetagen von noch nicht blühenden Planzen, 1-2 Tage angewelkt: das typische Aroma entsteht erst beim Trocknen

Zubereitung

  1. Zucker und Wasser zusammen aufkochen und abkühlen lassen.
  2. Wenn der Sirup abgekühlt ist, Zitronensäure darin auflösen (oder Zitronenscheiben und …) den angewelkten Waldmeister hineingeben.
  3. Zugedeckt 5 Tage im Kühlschrank stehen und ziehen lassen.
  4. Dann mit einem Sieb abseihen oder die Waldmeisterblätter so rausfischen, zB mit einem Schaumlöffel.
  5. Den abgesiebten Sirup nochmal aufkochen zum Entkeimen, der Haltbarkeit wegen. (Ich habe, fällt mir ein, sogar testweise den Waldmeister erst nach dem zweiten Aufkochen herausgefischt, um jeden Tropfen Geschmack rauszukriegen; hat ganz gut geklappt, der Sirup schmeckt durch das mitgekochten Kraut jedenfalls nicht komisch.)
  6. Während der Sirup aufkocht, schonmal die Flaschen vorbereiten: gründlich mit Spülmittel waschen und dann mit kochendem Wasser füllen (ich benutze Wasserkocher und Trichter, aber vorsichtig!). Deckel nicht vergessen, die übergieße ich auch nochmal mit kochendem Wasser und lasse sie damit gefüllt etwas stehen.
  7. Das heiße Wasser vorsichtig aus den vorbereiteten Flaschen gießen und stattdessen den heißen Sirup einfüllen.

 

Holunderblüten Teil 1: Holunderblütensirup

 

Momentan blüht gerade der Holunder; höchste Zeit Köstlichkeiten daraus zu machen! Ich habe dieses Jahr keine Pfannkuchen draus gemacht, aber die sind auch sehr lecker; ich wollte mir lieber den Geschmack länger konservieren und habe mich an Holunderblütensirup und Gelee gemacht.

Zuerst kommt mein Rezept für den Sirup, abgewandelt von einem Chefkoch-Rezept:

Zutaten

  • 30-40 Blütendolden (oder 300g) vom Holunder
  • 2L Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 40g Zitronensäure (oder laut Chefkoch-Rezept den Saft von 4 Zitronen; ich bevorzuge „Industrieschimmel“, den hab ich immer da zum Putzen und er hält sich besser)
  • leere Flaschen zum Befüllen; am besten sind nicht allzu große, habe ich festgestellt, sonst dauert es ewig, bis eine geöffnete mal leer wird (mir ist zwar noch keine währenddessen schlechtgeworden – ich habe sogar eine, die schon bestimmt ein halbes Jahr offen im Kühlschrank steht-, aber die Gefahr besteht)

Zubereitung

  1. Zucker in einem sehr großen Topf im Wasser auflösen und aufkochen und abkühlen lassen.
  2. Blüten leicht auf einem Geschirrtuch ausschütteln, damit die Käfer und Fliegen rauskommen, aber nicht waschen; da verlieren sie angeblich an Geschmack. Dann die Stiele abschneiden (sie sollen den Sirup bitter machen).
  3. Wenn der Sirup abgekühlt ist, Blüten hineingeben. In den heißen Sirup gegeben sollen die Blüten etwas vom wertvollen Geschmack einbüßen, also vermeiden.
  4. Zugedeckt 24 Stunden bis 2 Tage im Kühlschrank stehen und ziehen lassen.
  5. Dann mit einem sauberen Geschirrtuch (ich lege es in ein Sieb) abseihen.
  6. Während man auf das Abtropfen der Blüten wartet, kann man schonmal die Flaschen vorbereiten: gründlich mit Spülmittel waschen und dann mit kochendem Wasser füllen (ich benutze Wasserkocher und Trichter, aber vorsichtig!). Deckel nicht vergessen, die übergieße ich auch nochmal mit kochendem Wasser und lasse sie damit gefüllt etwas stehen.
  7. Den abgesiebten, abgetropften, eventuell nochmal ausgedrückten aromatisierten Sirup nochmal aufkochen zum Entkeimen, der Haltbarkeit wegen. Das heiße Wasser vorsichtig aus den vorbereiteten Flaschen gießen und stattdessen den heißen Sirup einfüllen.

Ich habe parallel auch das Gelee gemacht, für das die Blüten auch ein paar Tage ziehen mussten (in Apfelsaft). Rezept kommt morgen!

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