Du darfst nicht vergessen zu essen!

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Karamellisierter Fenchel mit Käsecreme

fenchel
Fenchel gibt es ja öfter mal – beim einen in der Gemüsekiste, beim anderen im Super-Rotpreis-Sonderangebot – und meist weiß man nicht so recht, was man damit machen soll. Er ist halt doch recht speziell. Und jedes Mal auf nepalesisch machen hängt einem auch irgendwann zum Hals raus.
Aber seitdem der Apfel zu Weihnachten Yotam Ottolenghis vegetarisches Kochbuch „Genussvoll vegetarisch“ bekommen hat, ist das bei uns zumindest anders, und heute lasse ich endlich auch mal meine Leser daran teilhaben: das Geheimnis ist der karamellisierte Fenchel mit Feta-Quark!
Obwohl Yotam (ich nenne ihn schon beim Vornamen, so lieb sind mir seine Ideen geworden) normalerweise abgefahrene Zutaten meidet, verlangt er in diesem Rezept einen Ziegenquark als Beilage. Gibt es bei uns noch nichtmal im Hitmarkt, und das ist so das exotischste, was es hier in 3 Kilometer-Umkreis gibt. Ok, stattdessen bietet er noch Ziegenfrischkäse als Alternative an. Der wiederum enthält überraschend oft Gelatine, das kommt für uns also nicht in Frage.  Also musste ich mir mal wieder meine eigenen Gedanken machen, aber das mache ich ja eigentlich auch ganz gern. Heraus kam meine einzigartige Feta-Quark-Creme, aus – genau – einem Teil Fetakäse und ein bis zwei Teilen ganz gewöhnlichem Quark. Schmeckt super, wenn auch sicher ganz anders als Ziegenquark.

Zutaten

  • 2-3 große Knollen Fenchel
  • 40 g Butter
  • 3-4 EL Öl
  • 2 EL Zucker
  • Salz und Pfeffer
Käsecreme:
  • 100g Fetakäse (das ist in etwa eine halbe Packung)
  • 250g Quark (Magerquark oder mit Sahne, wie man mag, wir haben beides schon gemacht)
  • optional: 1 gepresste oder gehackte Knoblauchzehe
  • feingehacktes Grün des Fenchels

Zubereitung

  1. Fenchel waschen, trockentupfen und die „Finger“ und eine dünne Scheibe vom Wurzelansatz (die trockene braune Stelle ganz unten) abschneiden. Das Grün aufheben und zum Dekorieren und als Kraut für die Würzung der Käsecreme aufheben.
  2. Fenchel längs in Scheiben von ca. 1 cm Dicke schneiden.
  3. Die Butter zusammen mit dem Öl in einer großen Pfanne erhitzen, bis beides schäumt, dann einige Scheiben Fenchel hineinlegen – nicht zu viele auf einmal, sonst kühlt es zu schnell ab und wird nicht richtig braun. 3 Minuten braten, wenden und nochmal 2 Minuten bräunen.
  4. Danach die Fenchelscheiben wieder aus der Pfanne nehmen und stattdessen den Zucker zusammen mit Salz und Pfeffer hineingeben.
  5. Zuckermischung für eine halbe bis ganze Minute erhitzen, den Fenchel wieder hineinlegen und  ca. 2 Minuten pro Seite karamellisieren.
  6. Für die Creme den Fetakäse mit dem Quark pürieren (oder Käse zerbröseln und mit dem Löffelm mit Quark verrühren, wird etwas gröber). Nach Geschmack den Knoblauch und fein gehacktes Fenchelgrün einrühren, bei Bedarf noch etwas nachwürzen mit etwas Säure, z.B. Zitronensaft.
  7. Dazu passt Reis oder Weißbrot.

Gebratener Brokkoli mit altrömischem Moretum-Dipp

Was man hier sieht ist einfach scharf angebratener Brokkoli mit gerösteten Semmelbröseln und dazu Knödelscheiben. Der Dipp ist der eigentliche Star.

Der ist nämlich an den römischen Moretum-Käse angelehnt.

Moretum habe ich das erste Mal auf einer Römerveranstaltung auf der Festung Ehrenbreitstein probiert, dort war hauptsächlich Knoblauch, Sellerie und Essig dran, dem Geschmack nach, daher mach ich das jetzt selbst auch so. Laut der Quelle (ein Gedicht von Vergil) gehören zusätzlich noch andere Kräuter hinein, die aber sowieso nicht so einfach zu bekommen sind – z.B. Weinraute. Koriander habe ich zwar da, aber vergessen reinzutun und es schmeckt trotzdem. Wer mag, tut also noch Koriander hinein (die Blätter, nehme ich an, nicht die Samen). Ich habe statt Knoblauch und Sellerie übrigens meine Gemüsebrühpaste genommen, die dieses Mal ziemlich stark nach genau diesen beiden Sachen schmeckt.

Zutaten

für 4 Portionen Dipp

  • 250g Quark
  • 250g Joghurt
  • ordentlich Sellerie feingehackt (ich hebe mir immer die Blätter von Knollensellerie oder auch Stangensellerie auf, man kann aber bestimmt auch was von der Wurzelknolle verwenden)
  • 2 Zehen Knoblauch feingehackt oder gepresst
  • 1 EL Essig
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Olivenöl

 

Zubereitung

Alles verrühren. Fertig!

 

 

Heute mal Low-Carb im Hause Apfeleimer

Huch, da sind ja gar keine Kartoffeln dabei bei uns… naja, satt genug hat’s trotzdem gemacht. (Heute beim Einkaufen habe ich gesehen, dass es jetzt sogar Low-carb-Brot gibt.)

Eigentlich wollte ich ja das Chefkoch-Rezept für „gebratenen Blumenkohl und Brokkoli mit Kräuterquark“ nehmen, habe es dann aber einfach gemacht und Brokkoli und Blumenkohl etwas in der Mikrowelle vorgegart, dann angebraten (dauert überraschend lang und braucht überraschend viel Öl). Dazu gab es Quark mit Joghurt und Schnittlauch (vom Balkon) plus Salat. Das Dressing zum Salat soll der Apfel mal posten, ist nämlich seins.

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