Du darfst nicht vergessen zu essen!

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Nudeldienstag: Wirsingnudeln mit Zitronen-Walnusspesto

Wirsingnudeln-Walnusspesto

Wieder ein Rezept vom Chefkoch, das ich beim googeln nach Wirsing + Walnuss gefunden habe, die Kombination hatte meine Flavor Bible empfohlen. Wir haben es inzwischen schon drei mal gekocht – einerseits ist halt Wirsingzeit, aber zusätzlich ist es aber auch sehr lecker. Demnach hat es sich einen Platz hier verdient.

Ich hab noch nicht mal viel daran geändert, nur die Mengen etwas angepasst und die Spezialöle durch unser Standard-Sonnenblumenöl ersetzt. Und mit dem Käse experimentiert: statt Parmesan habe ich Pecorino probiert, was ja auch ein parmesanartiger Käse ist, aber vom Schaf, und auch Kuhmilchfeta. Beides passt gut.

Also eigentlich heißt es ja Pesto, aber ich finde, bei Pesto gehört eigentlich immer etwas Grünes hinein. Hier handelt es sich eher um eine Walnuss-Zitronen-Mayonnaise, denn so etwas in der Art entsteht beim Pürieren, wohl durch das Eiweiß in den Nüssen und natürlich recht viel Öl.

Noch was zu den Flüssigkeitsmengen: die benutze ich eigentlich eher als Richtwerte. Öl, Zitronensaft und ein wenig vom Nudelkochwasser gebe ich meistens ohne Abmessen dazu sondern frei Schnautze. Hauptsache es ist insgesamt genug Flüssigkeit im Pürierbecher, damit die Nüsse bedeckt sind und mir beim Zerkleinern nicht um die Ohren fliegen.

Das oben ist übrigens mein erstes Essensfoto mit meinem Aufsteckblitz, gebounct an der seitlichen Wand.

Zutaten

für 4 Portionen

  • 500 g Nudeln
  • ca. 1 kg Wirsing (etwa ein kleiner Kopf)
  • 200 g Walnüsse ohne Schale
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 g Pecorino, Parmesan oder Fetakäse
  • 10 EL Öl (vorzugsweise Olivenöl, aber das mag ich nicht so und habe es daher nicht oft da – ich nehme immer Sonnenblumenöl)
  • 10 TL Walnussöl – auch das hatte ich bis jetzt nie da und habe einfach noch mehr Sonnenblumenöl verwendet
  • 8 TL Zitronensaft (ich habe auch schon als ich keinen Zitronensaft hatte, eine Mischung aus Essig und Apfelsaft genommen – Apfel passt sowieso gut zu Wirsing)
  • Salz und Pfeffer und etwas Zucker

Zubereitung

  1. Wirsing ohne Strunk in Streifen von vielleicht 5 cm Länge schneiden.
  2. Nudeln kochen und 4-5 Minuten vor Ende der Garzeit die Wirsingstreifen mit ins Nudelwasser geben, zusammen fertiggaren.
  3. 120 g der Walnüsse (also 80g zurückhalten zum Dekorieren) zusammen mit den Knoblauchzehen, dem Öl, dem Zitronensaft sowie ca. 10 EL des Nudelkochwassers mit dem Pürierstab cremig pürieren. Den Großteil des Käses hinzugeben und mitpürieren (etwas zum Dekorieren zurückhalten). Erst danach mit Salz und Pfeffer abschmecken – der Käse ist recht salzig.
  4. Die Nudeln und den Wirsing abgießen und auf Tellern anrichten, die Walnuss-Käse-Soße daraufgeben und mit den restlichen Walnüssen und etwas Käse bestreut servieren.

Nudeldienstag: Brokkolipesto und 2-Personen-Hausspieletreff

Diesmal zum gestrigen Nudeldienstag musste Brokkoli weg. Aber es war doch auch Nudeldienstag? Was tun? Passt ja eigentlich nicht so zusammen. Ich habe schon Brokkoli in Röschen in den Nudeln probiert, und das hat mich nicht umgehauen, ich mag lieber Soße überall, nicht grobe Brocken an einigen Stellen. Da fiel mir ein, dass ich ja vor geraumer Zeit eine Art Brokkolipesto gemacht hatte, das ganz gut war. Damals noch mit Sonnenblumenkernen.

Inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Mandeln besonders gut zu Brokkoli passen. Und schon hatte ich mein Nudelrezept! Ich habe die Mandeln diesmal nicht, wie neulich gebloggt, in der Mikrowelle geröstet, sondern auf dem Herd in Öl, auch nicht schlecht. Aber währenddessen weglaufen und etwas anderes machen ist, im Gegensatz zur Mikrowellenröstung, nicht drin. Habe ich festgestellt. Ähem.

Wir haben uns übrigens entschieden, auch an den Dienstagen, an denen wir nicht für unseren Spieletreff ausgehen, einen „Spieletreff zu Hause“ zu veranstalten, vorzugsweise mit 2-Personen-Spielen. Unser erstes Spiel war Ballon Cup. Das Spiel ist ziemlich gut und war sogar vor Jahren auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres. Es gefiel uns so gut, dass wir gleich eine zweite Partie drangehängt haben. Leider ist es nicht mehr im Handel, so dass wir mit einer selbstgebastelten Version spielen. Man kann die Karten von „Sticheln“ nämlich für ganz schön viele gute Kartenspiele verwenden, unter anderem das ebenfalls sehr gute und in Deutschland ausverkaufte „Schottentotten„. Um ehrlich zu sein haben wir Sticheln selber noch nie gespielt und es nur für diesen Raubkopier-, äh Abandonware-Zweck angeschafft.

Zutaten

für 4-5 Portionen

  • 500g Brokkoli
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 100g Mandeln
  • 1 Handvoll Kräuter (ich habe Petersilie und Basilikum vom Balkongarten genommen)
  • Salz
  • Balsamicoessig
  • Zucker
  • Pfeffer
  • 50-100g Käse (ich habe einen Rest Gouda benutzt, aber Parmesan ist sicher auch fein)
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Brokkoli waschen, Röschen zerteilen, Strunk schälen und in Stücke zerschneiden. Alle Stücke in etwas Wasser 5 Minuten garen (der Brokkoli sollte nicht mehr roh, aber noch leuchtend grün sein).
  2. Währenddessen die Mandeln rösten, entweder in der Mikrowelle wie ich es hier schonmal beschrieben habe (dann aber ohne Salz und Gewürze) oder einfach mit etwas Öl in Topf oder Pfanne, das habe ich diesmal so gemacht, weil ich für die Nudeln sowieso einen Topf brauchte. Die Mandeln kann man jetzt schnell noch in den Topf mit dem Brokkoli werfen und mitgaren, dann lassen sie sich etwas leichter pürieren.
  3. Kräuter, Käse, Knoblauch, Mandeln, dann Brokkoli und etwas vom Brokkolikochwasser (in dieser Reihenfolge) in ein hohes Gefäß (hoher kleiner Topf oder Schüssel) füllen und mit dem Pürierstab zerkleinern. Bei Bedarf noch etwas vom Brokkolikochwasser dazugeben, damit das Pürieren leichter geht.
  4. Mit Salz, Pfeffer und Balsamicoessig würzen, wer mag kann wie ich noch etwas Zucker dazugeben. Oder noch etwas Olivenöl.

Basilikumpesto mit brauner Butter zu Spargel

Das geschenkte Basilikum vom Wochenende wollte aufgebraucht werden, daher habe ich mir überlegt, statt wie geplant brauner Butter eben ein Pesto mit Basilikum und Sonnenblumenkernen zum Spargel zu machen. Aber ich war neugierig, ob die braune Butter nicht auch zum Pesto schmecken würde, statt Olivenöl. Und siehe da, es war ausgezeichnet, und ein bisschen was besonderes im Vergleich zu „normalem“ Pesto.

Zutaten

 

für 4 Portionen Pesto

  • 1 Handvoll Sonnenblumenkerne
  • 2 Handvoll Basilikumblätter
  • 50-100 g Käse (ich habe Edamer verwendet)
  • etwas Balsamicoessig
  • 3 EL Butter
  • etwas Olivenöl

Zubereitung

  1. Sonnenblumenkerne ohne Öl in einer Pfanne anrösten, dann mit Käse und dem Basilikum und etwas Olivenöl fein pürieren (ohne das Öl ließ es sich nicht pürieren, daher musste doch noch etwas hinein; hauptsächlich ist aber Butter der Geschmacksgeber).
  2. Butter in der Pfanne braun braten lassen, dann etwas Olivenöl dazugeben, damit die Butter abkühlt, aber noch flüssig bleibt.
  3. Jetzt die etwas abgekühlte Butter-Olivenölmischung in das Basilikum-Käse-Sonnenblumenkern-Püree rühren. Ich mache das lieber kalt, weil ich glaube, dass das Basilikum gegart nicht so gut schmeckt wie frisch – damit ich die Butter aber noch in das Püree giessen kann und nicht hart wird wie Butter es so an sich hat beim Abkühlen, habe ich deshalb auch das Olivenöl zur Butter dazugegeben. Man könnte aber vielleicht auch die abgekühlte, festgewordene braune Butter mit dem Pürierstab einarbeiten.

Aus den Spargelschalen und -enden haben wir natürlich am nächsten Tag noch eine Spargelsuppe wie neulich auch schon gemacht. Und von den Salzkartoffeln haben wir gleich noch ein paar mehr gemacht, die sind schon fest für Bratkartoffeln eingeplant.

Das abgebildete alkoholfreie Hefeweizen ist übrigens „das beste wo gibt“ und sehr zu empfehlen!

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