Du darfst nicht vergessen zu essen!

Archiv für Dezember, 2013

Lauchsuppe mit Käse, Sahne und Schwarzbrotwürfeln

lauchsuppe
Hier auf dem Apfeleimer gibt es ja, bis auf den Lauchkuchen, noch nicht viele Rezepte mit Lauch. Lauch ist bei uns einfach nicht sonderlich beliebt. Auch Lauchcremesuppe ist nicht so unser Fall – irgendwie schmeckt sie, vor allem aufgewärmt, nach Wachstuch. Geht das noch jemandem so?
Jetzt habe ich mir aber ein Rezept für eine Lauchsuppe aus ein paar verschiedenen Quellen zusammengestellt, bei dem der Lauch nicht püriert wird, sondern streifig geschnitten bleibt. Aus irgendeinem Grund schmeckt er mir da direkt viel besser.
Als ich noch Fleisch gegessen habe, habe ich mal eine zugegebenermaßen leckere Lauchsuppe probiert, die wohl besonders als „Partysuppe“ sehr beliebt zu sein scheint, aber vegetarisch nicht so recht umzusetzen ist. Auch bei meinem alten Bekannten, dem Chefkoch (.de) finden man unzählige Versionen davon: die Lauchsuppe mit Schmelzkäse, Sahne und Hackfleisch. Schmelzkäse finde ich nicht so toll (die schmelzen doch eh nur die alten eingetrockneten Käsereste dafür ein, oder?) und Hackfleisch lässt sich hier nicht so gut mit Soja- oder Seitanhack ersetzen wie anderswo, da stimmt die Konsistenz nicht so recht.
Nach ein wenig überlegen und herumsuchen, hatte ich eine Idee – da so eine reine Gemüsesuppe uns nie sonderlich satt macht, gibt es immer Brot dazu. Diesmal habe ich statt Hackfleisch, das ja sicherlich hauptsächlich als sättigende Fetteinlage dient, durch kleingeschnittene Schwarzbrotwürfel ersetzt, großzügig in Fett angeröstet – dunkle Croutons quasi. Sie werden zum Servieren oben auf die Suppe gegeben.
Der Käse darf bleiben, aber nur als „echter“ Käse – alles außer Schmelzkäse ist erlaubt, aber ein würziger passt am besten. Auch die Sahne bleibt drin, sonst erkennt man das Rezept ja nicht mehr wieder – hier kann man entweder süße oder saure verwenden, oder auch Schmand, aber mir reicht dann auch ein halber Becher (100 g/ml).

Zutaten

für 4 Portionen

  • Öl zum Anschwitzen des Lauchs und noch etwas mehr für die Brotwürfel
  • 3 Stangen Lauch (750-1000 g)
  • 1-2 EL Gemüsebrühepulver oder -paste/getrocknetes Suppengemüse/beliebige andere Art, Gemüsegeschmack zu Wasser hinzuzufügen
  • 1-2 EL Mehl
  • 50g Käse, vorzugsweise ein würziger, z.B. ein reifer Weichkäse, Ziegenkäse, Feta, Camembert…
  • etwas Milch
  • halben Becher Sahne oder Schmand
  • 3-4 Scheiben dunkles Brot, z.B. Vollkorn, Pumpernickel etc, in kleine Würfel geschnitten (kann gerne auch altbackenes sein)
  • zum Würzen: Salz, etwas Zucker, Knoblauchpulver, Pfeffer

Zubereitung

  1. Lauch waschen, putzen und in Ringe schneiden. In Öl anschwitzen
  2. Mit Mehl bestäuben und unter Rühren mit Milch angießen. Suppengemüse bzw. Gemüsebrühpulver (oder Paste) und 1/2 Becher Sahne (100 ml) einrühren und mit Wasser aufgießen, bis die Konsistenz sämig, aber noch dünnflüssig ist – suppig eben.
  3. Einige Minuten köcheln lassen (8-10), währenddessen die Brotwürfel in einer Pfanne mit Öl knusprig anbraten und mit Salz, Knoblauchpulver, Zucker und Pfeffer würzen.
  4. Käse zerkleinern und in die Suppe einrühren. Wer Hart- oder Schnittkäse verwendet, kann auch einen Teil zurückbehalten und ihn beim Servieren über die Suppe reiben. Schmelzen lassen. Suppe noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen und in tiefen Tellern, bestreut mit den gerösteten Brotwürfen, servieren.

Quittenlikör aus Schalen

Ein schneller Tipp, der vielleicht noch als Weihnachtsgeschenk taugt: Quittenlikör aus den abgeschälten Schalen, gefunden im Hummelstein-Blog.

Ein Foto meines Ansatzes reiche ich noch nach, ebenso in einigen Wochen vom fertigen Likör!

 Dazu schält man seine gut gewaschenen und abgerubbelten Quitten und wirft die Schalen, zusammen mit hochprozentigem Trinkalkohol (Doppelkorn mit ca. 38 Promille, ich probiere es momentan mit „Klarem“ mit 30 Promille und hoffe, es bleiben am Ende noch die für Likör vorgeschrieben mindestens 15 Promille) in ein großes Bügelglas oder ähnlichen fest verschließbaren Glasbehälter und lässt das ganze etwa vier Wochen an einer sonnigen Stelle stehen – bei mir neben dem Fensterbrett (fürs Fensterbrett selber ist mir das Glas etwas zu schwer). Später kocht man dann ein wenig Sirup aus Wasser und Zucker, den man in den gefilterten Quittenauszug rührt, das gibt dem Likör die noch fehlende Süße.
Das beste: aus den geschälten Quitten kann man dann noch beliebige Köstlichkeiten machen, ich habe meine am Stück mit Kerngehäuse weichgekocht, durch die flotte Lotte gesiebt und mit bis zu nochmal der gleichen Menge Zucker aufgekocht. Das ergibt ein säuerliches Mus, das durch das Pektin im Kerngehäuse geleeartig fest wird. Ich werde mit einem Teil davon Dominosteine füllen, den Rest habe ich noch eine Zeit (20-30 Minuten) weiter köcheln lassen, in eine rechteckige Form gegossen, festwerden lassen und als „Quittenbrot“ in Stücke geschnitten. Passt gut zu Käse. Man kann die Würfel auch in Zucker wälzen. Ist es das, was du auch unter Quittenbrot kennst, Lempel?

Zutaten

für 2 Flaschen (0,7 L) Likör zum Verschenken und ein kleines Fläschchen (0,25) zum Selbertrinken
  • Schalen von 6-7 großen normalen oder vielen kleinen japanischen Zierquitten
  • 2 Flaschen (0,7 L) Alkohol: Klarer (30 Promille) oder Doppelkorn (37,5 bis 38 Promille)
  • 190 g Zucker
  • 190 g Wasser

Zubereitung

  • Schalen einige Wochen, am besten 4, im Alkohol siehen lassen („mazerieren“).
  • Durch Kaffeefilter oder ähnliches feinmaschiges Sieb (Mullwindel geht sicher auch gut) absieben.
  • Zucker im Wasser auflösen und etwas köcheln lassen, bis ein Sirup entsteht, den dann zum abgeseihten Quittenalkoholauszug geben und verrühren.
  • In Flaschen füllen, beschriften, verschenken, Reste selber trinken. Am besten vor dem Trinken noch ein paar Tage sehen lassen.

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