Du darfst nicht vergessen zu essen!

Archiv für Oktober, 2012

100. Jubiläum

Wow, wer hätte gedacht, dass ich das so lange durchhalte, aber das hier ist tatsächlich das 100. Posting auf diesem Blog.

Der erste Artikel ging am 5. März live, und es war der Beginn meiner Suche nach dem perfekten Rezept für Sonntagsbrötchen.

Zur Feier des Tages habe ich ein paar meiner geposteten Lieblingsrezepte aus den letzten Monaten zusammengesammelt:

1. Das Rezept, bei dem ich bei meiner Suche nach Sonntagsbrötchen hängengeblieben bin – diese Brötchen mache ich jetzt regelmäßig.

2. Das Wurzelgemüse aus dem Ofen – auch das kommt bei uns regelmäßig auf den Tisch.

3. Die Paprikacreme-Nudelsoße; der Klassiker bei uns, immer wieder gern gegessen.

4. Auch diese aufgemotzten Tiefkühlpizzen (mit Blättern von Blumenkohl oder Kohlrabi) mit verschiedenen (mit Basilikum)  leckeren (Hawaii mit Ananas) Zusatzbelägen (mit Kürbis oder Brokkoli) essen wir sehr oft

5. Der laut Zugriffsstatistiken äußerst beliebte vegetarische Gulasch – auch bei uns ein Lieblingsessen

6. Apfels Artikel über selbstgemachte Eiscreme – wir kaufen fast gar kein Eis mehr und machen es nur noch selbst, nach diesem Rezept mit Variationen

7. Und zu guter Letzt noch die selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe im Glas, die ich dauernd verwende.

Habe ich irgendwas vergessen? Vielleicht gibt es ja Artikel, die euch Lesern noch besser gefallen haben als diese 7?

Gemüsebrühe-Paste / eingemachtes Suppengewürz und inoffizieller Dreckwegtag

Ich war heute mal wieder Müll aufsammeln am Moselufer, wie schon im März zum Dreck-Weg-Tag, diesmal aber ohne städtischer Aktion. Dabei habe ich mal eine komplett unwissenschaftliche Statistik aufgestellt, was die Leute so an verschiedenen idyllischen Uferbereichen am häufigsten wegwerfen:

Überall: leere Zigarettenschachteln und die metallenen und durchsichtigen Papierchen, die dazugehören (am beliebtesten: West) und fast noch öfter: Papp- und Plastikbecher von Kaffee zum Mitnehmen – vom Bäcker, vom McDonald’s, vom Aldi… Das Zeug scheint echt der Hit zu sein bei Müll-Fallenlassern.

Bei den Schwänen, Gänsen und Enten: Plastikverpackungen von Toastbrot, Sandwichbrotscheiben oder Bäckertüten aus Papier – offensichtlich kaufen die Leute extra zum Füttern ganze Billig-Brote und werfen dann die Beutel direkt neben den begafften Tieren in die Natur. (Ich glaube insgeheim wollen sie den Schwänen sowieso nur beim Kämpfen um die besten Brocken zugucken, ein wenig wie bei den Gladiatorenkämpfen ;)).

An Stellen, wo man gut Grillen kann: Bierflaschen, Wegwerfgrills, Alufolie und Fleischverpackungen

Am Ende hatte ich nach nur einer knappen Stunde einen vollen schweren blauen Müllsack, den ich bis nach Hause zur Mülltonne geschleppt habe. Ich geb das dann als 10 Minuten Gewichttraining bei meinem Sportstracker ein… und das Aufsammeln vielleicht als Nordic Walking?

Aber jetzt mal zum eigentlichen Thema: zur Gemüsebrühe. Ich habe diese Paste ja jetzt schon ein paarmal erwähnt in meinen Rezepten. Das praktische ist, dass kein Glutamat dran ist (viele wollen das ja nicht übermäßig zu sich nehmen), man die Gemüse beliebig variieren kann (praktisch für Selleriealergiker, denn Sellerie ist in fast allen gekauften Brühen), und außerdem kann man Gemüse aufbrauchen, das weg muss. Die einsame Stange Lauch, die paar Karotten, denen im Kühlschrank schon neue blassgelbe Blätter gewachsen sind, alles kann rein. Oder die Blätter von der Sellerieknolle, die sonst eh keiner essen will, die sind nämlich sehr würzig.

Das ganze basiert auf einer gehäckselten Mischung aus (festem) Gemüse und Kräutern, die man fast beliebig variieren kann und Salz im Verhältnis 1:10, also 10g Gemüsemasse auf 1g Salz. Das Rezept habe ich mal wieder vom Chefkoch, diesmal so gut wie gar nicht abgewandelt, bis auf die Gemüse- und Kräutersorten und die relativen Mengen, da nehme ich jedesmal einfach was ich so da habe – nur Möhren, Lauch und Sellerie kommen bei mir immer rein.

Verwenden kann man die Paste genau wie Instant-Brühpulver oder Brühwürfel oder frische Gemüsebrühe: als Gewürz für Soßen und andere Gerichte oder einfach als schmackhafte Brühe für Fläde oder Maultaschen – dann mit kochendem Wasser aufgegossen.

Zutaten

Verschiedene Suppengemüse und -kräuter zB:

  • Möhren
  • Porree/Lauch
  • Sellerieknolle
  • Zwiebeln / Frühlingszwiebeln
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Sellerieblätter
  • viel Salz zur Haltbarmachung, ca 1/10 des Gewichts vom Gemüse
  • einige Schraubgläser, gut gespült und mit kochendem Wasser ausgespült

Zubereitung

  1. Gemüse und Kräuter grob hacken und in der Küchenmaschine fein pürieren. Jetzt pro 100g Gemüsepaste 10g Salz hineinmischen. 

    Es kommt ordentlich viel Salz dazu, wie man sieht…

  2. Wer keine Küchenmaschine hat, hackt entweder von Hand alles sehr fein (ist sicher entspannend und erspart die tägliche Meditationssitzung) oder macht es mit dem Pürierstab: das ist normalerweise zu trocken und es fliegen einem die Brocken um die Ohren. Aber gibt man das Salz schon nach dem Schneiden zum Gemüse und lässt etwas Saft ziehen, geht das Pürieren besser, sagt eine Kommentatorin bei Chefkoch.
  3. Jetzt alles bis zum Rand in die Gläser füllen. Geschlossene Gläser kann man ganz gut einfach so ungekühlt im Regal aufbewahren, angebrochene im Kühlschrank. Wenn man immer nur mit einem sauberen Löffel Paste herausnimmt, hält sie sich so Wochen oder Monate, die geschlossenen sogar bis zu einem Jahr.

Das Wasser vom Ausspülen der Schüsseln trinke ich traditionell am Ende als leckere Suppe – in der Mikrowelle heißgemacht.

Neue Pizzavariationen: Hokkaido-Kürbis und Brokkoli

Hach, hab ich lang nichts übers Essen gepostet – ich taste mich mal mit etwas Einfachem wieder heran: ein paar neue Variationen aufgemotzter Tiefkühlpizza. Manchmal braucht man auch mal was schnelles. Beide Versionen basieren auf gekaufter Pizza Margherita, die kurz vor Ende der Backzeit mit einem Spezialbelag veredelt wird.

Im Moment gibt es ja gerade wieder massenweise Hokkaido-Kürbisse günstig. Einfach in dünne Spalten schneiden, auf eine fast fertiggebackene Pizza legen und mit etwas Knoblauch bestreuen – ich habe pulverisierten genommen. Zuletzt noch etwas Öl aufträufeln oder aufpinseln und fertigbacken für etwa 5 bis 10 Minuten.

Und kürzlich war bei uns Brokkoli reduziert, da hab ich gleich zwei genommen und wusste dann nicht so recht wohin damit. Meine Flavor Bible schreibt, dass Zitrone und Knoblauch dazu passt. Aber auch Bacon. Hm, sowas haben wir nicht da, aber Räuchertofu!

Also fix den Brokkoli in ganz kleine Röschen geteilt und mit feingewürfeltem Knoblauch und Salz kurz angedünstet und mit Zitronensaft abgelöscht. Etwas Zucker würzt gut. Räuchertofu in kleine Würfel schneiden. Dann den angegarten Brokkoli und die Räuchertofuwürfel auf der fast fertiggebackenen Pizza verteilen und fertigbacken bis der Brokkoli knusprige braune Stellen hat. 10 Minuten vielleicht?

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