Du darfst nicht vergessen zu essen!

 

Momentan blüht gerade der Holunder; höchste Zeit Köstlichkeiten daraus zu machen! Ich habe dieses Jahr keine Pfannkuchen draus gemacht, aber die sind auch sehr lecker; ich wollte mir lieber den Geschmack länger konservieren und habe mich an Holunderblütensirup und Gelee gemacht.

Zuerst kommt mein Rezept für den Sirup, abgewandelt von einem Chefkoch-Rezept:

Zutaten

  • 30-40 Blütendolden (oder 300g) vom Holunder
  • 2L Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 40g Zitronensäure (oder laut Chefkoch-Rezept den Saft von 4 Zitronen; ich bevorzuge „Industrieschimmel“, den hab ich immer da zum Putzen und er hält sich besser)
  • leere Flaschen zum Befüllen; am besten sind nicht allzu große, habe ich festgestellt, sonst dauert es ewig, bis eine geöffnete mal leer wird (mir ist zwar noch keine währenddessen schlechtgeworden – ich habe sogar eine, die schon bestimmt ein halbes Jahr offen im Kühlschrank steht-, aber die Gefahr besteht)

Zubereitung

  1. Zucker in einem sehr großen Topf im Wasser auflösen und aufkochen und abkühlen lassen.
  2. Blüten leicht auf einem Geschirrtuch ausschütteln, damit die Käfer und Fliegen rauskommen, aber nicht waschen; da verlieren sie angeblich an Geschmack. Dann die Stiele abschneiden (sie sollen den Sirup bitter machen).
  3. Wenn der Sirup abgekühlt ist, Blüten hineingeben. In den heißen Sirup gegeben sollen die Blüten etwas vom wertvollen Geschmack einbüßen, also vermeiden.
  4. Zugedeckt 24 Stunden bis 2 Tage im Kühlschrank stehen und ziehen lassen.
  5. Dann mit einem sauberen Geschirrtuch (ich lege es in ein Sieb) abseihen.
  6. Während man auf das Abtropfen der Blüten wartet, kann man schonmal die Flaschen vorbereiten: gründlich mit Spülmittel waschen und dann mit kochendem Wasser füllen (ich benutze Wasserkocher und Trichter, aber vorsichtig!). Deckel nicht vergessen, die übergieße ich auch nochmal mit kochendem Wasser und lasse sie damit gefüllt etwas stehen.
  7. Den abgesiebten, abgetropften, eventuell nochmal ausgedrückten aromatisierten Sirup nochmal aufkochen zum Entkeimen, der Haltbarkeit wegen. Das heiße Wasser vorsichtig aus den vorbereiteten Flaschen gießen und stattdessen den heißen Sirup einfüllen.

Ich habe parallel auch das Gelee gemacht, für das die Blüten auch ein paar Tage ziehen mussten (in Apfelsaft). Rezept kommt morgen!

Kommentare zu: "Holunderblüten Teil 1: Holunderblütensirup" (4)

  1. Blüht der jetzt echt noch? Den Sirup mag ich sehr!

    • Birne N. Korb schrieb:

      Also bei uns im mittleren Westen blüht er gerade noch so; vielleicht im Südwesten nicht mehr… Aber in Schwäbisch- und Fränkisch-Sibirien (und im Osten, Sachsen, Thüringen etc) fängt er bestimmt gerade erst an. Letztes Jahr hatte ich die Blütezeit hier bei uns verpasst und mir aus Oberfranken per Post eine Ladung frische Blüten schicken lassen.

    • Birne N. Korb schrieb:

      Habe gerade festgestellt dass der Sirup ausgezeichnet zu kaltem schwarzem Tee passt, als aromatisierter Eistee quasi.

  2. […] Zu trinken gab es eine leckere Schwedenmilch mit Holunderblütensirup. […]

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